Bevor das Jahr 2025 zu Ende geht, möchten wir aus der H17 uns bei allen bedanken, die uns in diesem Jahr mit Spenden, ihrer Mitarbeit oder positiven Rückmeldungen unterstützt haben. Vielen lieben Dank!
Wann und womit es im neuen Jahr los geht, findet ihr auf der Website. Oder abonniert unsere Kanäle bei Facebook und Instagram.

So schön war die Gartensaison 2025:
Grüner Montag – Frische Ernte vom Mitgärtnern-Beet

Dank der Förderung durch die Postcode Lotterie konnte der Grüne Montag Anfang März wieder starten.
Das Mitgärtnern-Beet beschenkte uns gleich zu Beginn mit frischem Gemüse, zu vorderst Kohl, das auf dem Beet überwintert hat.

Im Rahmen des Stadtbezirksbudgets Leipzig Alt-West konnten für das öffentliche Mitgärtern zwei zusätzliche Hochbeete angelegt werden.

Und mit den vielen Händen die Montags zum Mitgärtnern vorbei kamen, haben wir noch unseren in die Jahre gekommenen „Wurmdom“ erneuert. Das ist ein Hochbeet, in dem ein Wurmkomposter mit fleißigen Kompostwürmern integriert ist, die aus Gartenabfällen ratzfatz besten Wurmhumus herstellen.

Außerdem haben wir dieses Jahr beim Grünen Montag auch einige der Ausstellungsbeete zum Thema „Zukunft(s)Essen“ mitgepflegt. Hier seht ihr die Tomatenpflanzung- und Ernte:

Gleich vier gepflanzte Ausstellungen

Neue Ausstellung: Vielfalt macht’s – von summenden Insekten und lila Kartoffeln
Die anschauliche Ausstellung erzählt von summenden Insekten und lila Kartoffeln:
„Eine Marienkäferlarve frisst eine Blattlaus und gerade landet eine dicke Hummel in der ersten Tomatenblüte. Ein gesunder Garten ist vielfältig, in ihm halten sich sogenannte Nützlinge und Schädlinge die Waage…“
Im kommenden Jahr wiederholen wir die Ausstellung zur Vielfalt auf Acker und Teller nocheinmal.

Mit einem Beet zur vergessenen Gemüsevielfalt und einem Staudenbeet gegen das Insektensterben, haben wir Besucher:innen vermittelt, wie wichtig die Vielfalt auf Acker und Teller ist.

Mit unserer Teilnahme an der Saatgutvermehrung für die neue Leipziger Saatgutbibliothek der Stadtbibliothek, haben wir ganz praktisch geholfen, die Vielfalt an Saatgut zu erhalten. Wir haben eine alte Tomaten- und zwei alte Bohnensorten angepflanzt und das gewonnene Saatgut in die Bibliothek zurück gebracht.
Für unsere zukünftige Ernährung ist es wichtig jetzt die vielen verschiedenen und zum Teil sehr alten Sorten zu erhalten. Sie sind regional bestens angepasst, bereichern durch ihren Genpool die Anpassungschancen an den Klimawandel und sind noch dazu samenfesten, also nachbaufähig, was Gärtner:innen und Bäuer:innen unabhäniger macht.



Ausstellungen „Zukunft(s)Essen“ und „Fruchtbare Erde“
Teile früherer Ausstellungen zeigen wir weiterhin, weil sie Grundlagen des ökologischen Gärtnerns veranschaulichen oder das Thema Essen und seine Zukunftsfähigkeit in den Fokus nehmen. Beides sind zentrale Felder unserer praktischen Vereinsarbeit.


„Tomatenvielfalt“: Tomatenverkostung beim Sommerfest


Es gibt unglaublich viele verschiedene Tomatensorten:
Viele sehen unterschiedlich aus und auch der Geschmack ist vielfältig. In der Ausstellung habe wir Sorten verschiedener Typen angebaut: Roma-/Eier-, Fleisch, Salat-, Cherry-, Hänge-, Busch- und Wildtomaten. Unser Ausstellungsbeet hat diese bunte und leckere Vielfalt veranschaulicht. Zum Sommerfest Ende August konnte diese Vielfalt verkostet werden.
Reiche Ernte und Miternte-Abendessen
Die reiche Ernte von den Ausstellungsbeeten und vom Mitgärtnern-Beet des Grünen Montags haben wir regelmäßig in der Gartenküche zubereitet und mit unseren Gästen genossen.
Erntefrisch verarbeitet haben wir z.B. den frischen Kürbis vom Ausstellungsbeet „Zukunft(s)Essen“, leckere Möhren und bunten Radieschenaus dem Mitgärtnern-Beet und lila Kartoffeln von der Ausstellung zu Biodiversität „Vielfalt macht´s“.


Einkochen und Haltbarmachen
Auch im Startgarten war 2025 die Obsternte überreichlich.
Wir haben Zwetschge, Edelpflaumen und Pfirsiche eingekocht!




Mit dem praktischen Ausprobieren verschiedener Möglichkeiten zum Thema „Haltbarmachen von Ernte“, haben wir den Fokus auf regionale und Saisonale Ernährung verstärkt, den bereits die „Zukunft(s)Essen“ gesetzt hat.
Bei einem öffentlichen Workshop zum Fermentieren haben wir selber Kimchi und Sauerkraut hergestellt.

Öffentliche Workshops für Bildung & ökologische Vielfalt
Insgesamt waren unsere öffentlichen Bildungsangebote stark nachgefragt und gut besucht.

Passend zur neuen Ausstellung „Vielfalt macht’s“ haben wir auch bei den Workshops den Schwerpunkt auf das Thema Biodiversität gelegt.

Dabei wurde es auch ganz praktisch. Wir haben den Garten z.B. um ein ökologisch wertvolles Feuchtbiotop ergänzt. Zusätzlich zum bestehenden Totholzhaufen haben wir außerdem einen „Käferkeller“ gegraben und mit Material gefüllt, so dass die H17 weiteren Krabbeltieren ein gutes Winterquartier und eine gemütliche Kinderstube bieten wird.
Wir wollen den offenen Begegnungsort in der H17 auch in 2026 zu erhalten


Die Kosten für das Grundstück des Gemeinschaftsgartens sind dieses Jahr, durch Neuberechnung der Grundstuer, stark gestiegen und werden auch in 2026 durch eine Mieterhöhung weiter steigen.
Inzwischen sind wir bei 500 Euro monatlich ab 2026 angekommen. Hinzu kommen weitere laufende Kosten zum Beispiel für die Wasserversorgung.
Die Möglichkeiten die gestiegenen Kosten zu decken und „weiterzugeben“ sind für unseren gemeinnützigen Verein und durch die jahreszeitlichen Einschränkungen des Gartenbetriebs beschränkt.
Nun droht uns die schon immer hohe Grundstücksmiete langsam zu erdrücken.





