Puh… die globale Klimakatastrophe ist spätestens jetzt für alle spürbar in Leipzig angekommen. Auch der Stadtgarten hat die krasseste Hitzewelle überstanden die wir in hier je hatten. Jetzt müssen sich Pflanzen, Tiere und Menschen erstmal erholen!
Am angenehmsten hatten es wohl die Tierchen im Käferkeller oder am Teich


Beide Kleinbiotope konnten wir im letzten Jahr anlegen. Ein Käferkeller ist ein „unterkellerter“ Totholzhaufen, d.h. ein Grube von einem halben Meter Tiefe und gefüllt mit grobem Holz, was natürliche Unterschlüpfe nachbildet.
Wilde Vielfalt im Halbschatten – Insketenfreundliche Pflanzen für resiliente Natur
Unser erst vor kurzem neu angelegtes Beet – mit insektenfreundlichen Pflanzen, um die ökologische Vielfalt zu fördern – hat es ganz gut überstanden. Wir haben bereits auf eine trockenheitsverträgliche Bepflanzung geachtet, denn mit mit Hitze und Wassermangel werden wir es auch in Zukunft häufiger zu tun bekommen…



Workshop Habitat-Tripod – Aufgrund der enormen Hitze auf den 4. Juli verschoben
Um die Tierwelt zu stärken werden wir jetzt noch ein zusätzliches Mini-Biotop, einen Habitat-Tripod, bauen. Diese vielfältige und Strukturreiche kleinräumige Maßnahme kann in der nächsten Hitzewelle hoffentlich zusätzlichen Unterschlupf und Nahrung bieten.

Und was können wir noch tun?
Welchen Schatz wir mit der ökologischen Vielfalt (noch) haben – und auch welche Chancen sich daraus für die Klimaanpassung ergeben – zeigen wir mit der diesjährigen Ausstellung „Vielfalt macht´s – von summenden Insekten und lila Kartoffeln“, die wir am 5. Juli eröffnen.

Darüber hinaus ist der Erhalt von Grünflächen wie dem Stadtgarten in der H17 schon ein ganz wichtiger Baustein für das (Über-)Leben in der Stadt.
Wie belastend die Klimakatastrophe auch für uns Menschen in Mitteleuropa wird, ist spätestens jetzt für fast jeden spürbar. Wer sich nicht tagelang in klimatisierten Räumen zurückziehen kann, ist angewiesen auf eine zukunftsfähige, das heißt hitzeangepasste, Stadtgestaltung. Dazu gehören der Erhalt und Ausbau von Grünflächen anstatt das Abholzen von Wäldern (eine Petition dagegen gibt es hier) oder das Zubauen aller noch vorhandenen grünen Lücken.
– Wenn kommendes Jahr auf unserem Nachbargrundstück Hähnelstraße 15 wertvolles Stadtgrün gerodet und ein Vorder- und Hinterhaus mit teuren Eigentumswohnungen, in engster Bauweise und mit Parkplätzen im Innenhof, errichtet wird, dann wird es auch in unserer direkten Nachbarschaft nochmal wärmer und stickiger.
Umso wichtiger ist es, den Stadtgarten H17 zu erhalten. Dafür sind wir wegen sehr stark gestiegener Mietkosten auf einen breiten Unterstützer*innenkreis angewiesen. Mehr dazu erfahrt ihr weiter unten. Spenden könnt ihr jederzeit hier.
